Nehmen Sie die Zukunft des Wassers in die Hand

Dezember 2021

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"Wasser steht zunehmend auf der wirtschaftlichen und politischen Tagesordnung. Als Folge des Klimawandels werden wir mehr extreme Wetterbedingungen erleben. Diese können sowohl zu Überschwemmungen als auch zu Wasserknappheit führen. Unternehmen, die nach Lösungen der Wasserproblematik suchen, verdienen mehr denn je unsere Aufmerksamkeit."

Alex Martens, Fondsmanager und Sektoranalyst Industrials

Was genau sind diese Wasserunternehmen?

Infrastruktur

  • Planung, Bau und Instandhaltung von Dämmen, Rohrleitungen, Hochbehältern,...
  • Herstellung von Maschinen und Materialien wie Pumpen und intelligenten Zählern 

Versorgungsbetriebe

  • Produktion
  • Vertrieb

Wasseraufbereitung und Effizienzsteigerung
 

  • Private und industrielle  Wasserfiltration und -reinigung
  • Qualitätskontrolle
  • Lecksuche, Entsalzung, wassersparende Toiletten und Duschknöpfe, ... 

1. Struktureller Wassermangel macht Investitionen notwendig

Trinkbares Wasser ist knapp und ungleichmäßig verteilt Unser Verbrauch ist hoch. Die Nachfrage nimmt zu. Das Angebot nimmt ab. Mehr Investitionen sind notwendig.

Die Erdoberfläche besteht zu 70% aus Wasser, aber nur 1% davon ist als Trinkwasser nutzbar. Außerdem ist dieses Wasser sehr ungleichmäßig verteilt. Vier Länder (Brasilien, Russland, Kanada und die USA) mit einem Gesamtanteil von 10% an der Weltbevölkerung, haben fast 40% der Wasserreserven. Im Gegensatz dazu besitzen China und Indien, die mehr als 30% der Weltbevölkerung ausmachen, nur 10% der weltweiten Wasserressourcen.

Unser Verbrauch ist hoch

70% des weltweiten Wasserverbrauchs gehen in Landwirtschaft und Viehzucht. 20% entfallen auf die Industrie. 10% des Wassers werden von Haushalten in Küche, Bad, Waschküche usw. verbraucht. Im Durchschnitt verbrauchen wir mehr als 100 Liter Wasser pro Person und Tag.

Die Nachfrage nimmt zu.

Wir werden mehr. Also auch mehr Personen, die Wasser verbrauchen. Es wird erwartet, dass die Weltbevölkerung bis 2050 um rund 2 Milliarden Menschen auf fast 10 Milliarden wachsen wird. Außerdem steigt der Wasserverbrauch mehr als doppelt so schnell wie das Bevölkerungswachstum, weil auch unser Lebensstandard steigt. Besonders in Schwellenländern wie Indien und China ist dies eine wichtiger Faktor. Mehr Familien haben Zugang zu Basiskomfort wie Dusche, Toilette, Waschmaschine usw. Und sie verbrauchen mehr. Sie legen sich etwa ein Smartphone oder ein Auto zu. Auch für deren Herstellung gehen Tausende Liter Wasser drauf.

Das Angebot nimmt ab.

Umwelt und Klima

Durch Entwaldung und Verstädterung gehen Ökosysteme verloren, die wesentlich für die Grundwasserauffüllung sind. Zusammen miet der globalen Erwärmung und dem übermäßigen Verbrauch führt dies zur Erschöpfung der Ressourcen.
Gleichzeitig erhöhen Entwaldung, Verstädterung und Verhärtung das Risiko von Überschwemmungen. Die Investition in Wasserraum und Enthärtung ist also auch eine Investition in weniger Wasserprobleme.  

Verschmutzung

Verschmutzung gefährdet die natürlichen Wasserquellen. 80% der chinesischen Flüsse sind so verschmutzt, dass in ihnen kein Leben möglich ist.  Weltweit werden nu 20% der Abwassers aufbereitet und wiederverwendet. 

Veraltete, undichte Infrastruktur.

Die Instandhaltung der Wasserinfrastruktur kostet viel Geld und wurde in der Vergangenheit zu leicht aufgeschoben.  In den USA laufen täglich 23 Milliarden Liter Trinkwasser aus.  In Flandern sind dies 180 Millionen Liter pro Tag. 

Mehr Investitionen sind notwendig.

Um die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage zu schließen, müssen wir Wasser nicht nur nachhaltiger nutzen. Investitionen sind erforderlich. Infolge des Klimawandels werden wir immer häufiger mit extremen Wetterbedingungen konfrontiert werden. Um Dürreperioden zu überbrücken, aber auch um Überschwemmungen in Zeiten starker Regenfälle entgegenzuwirken, sind Investitionen in zusätzlichen Raum zur Wasserspeicherung erforderlich, z. B. in Puffer- und Rückhaltebecken, Versickerungsbrunnen und Zisternen.


Laut einer Studie von McKinsey werden nicht weniger als 11.700 Milliarden USD an Infrastrukturinvestitionen erforderlich sein, um den Wasserbedarf bis 2030 zu decken. Der Infrastrukturplan von US-Präsident Biden scheint ein Schritt in die richtige Richtung zu sein.

2. Stabiles Umsatzwachstum führt zu robustem Gewinnwachstum.

  • Die Trinkwasserknappheit, die Notwendigkeit von Instandhaltung und Ausbau der Infrastruktur sowie die höheren Anforderungen an die Wasserqualität,sorgen für ein stabiles Umsatzwachstum für Wasserunternehmen. Dieses Umsatzwachstum schlägt sich in kräftigem Gewinnwachstum nieder und erklärt die gute Börsenperformance in den letzten 10 Jahren. 
  • Die aktuellen Probleme in den Lieferketten im Halbleitersektor bieten eine zusätzliche Chance. Die Nachfrage nach Chips in so gut wie allem, von Autos über Computerspiele bis hin zu elektrischen Zahnbürsten, ist weltweit gestiegen. Die Kapazität muss erhöht werden. Bei der herstellung von Halbleitern wird hochreines Wasser verwendet. Davon können vor allem Unternehmen profitieren, die in der Herstellung von reinem Wasser tätig sind.
  • Geldanlagen in Wasser sind teils zyklisch, teils nicht zyklisch.  
  • Die Wasserinfrastruktur zum Beispiel ist sehr zyklisch. Wenn die Wirtschaft gut läuft, werden mehr Häuser gebaut, gibt es mehr Investitionen der öffentlichen Hand und tun die Unternehmen mehr für Erhalt und Expansion. Die erwartete Wiederbelebung des Wirtschaftswachstums nach der Corona-Krise und zusätzliche öffentliche Investitionen sollten diese Unternehmen stimulieren. 
  • Unternehmen, die sich etwa mit Wasserqualitätsprüfung oder Wasserklärung beschäftigen, sind weniger abhängig vom Wirtschaftszyklus. Diese Unternehmen sind oft in Nischenmärkten tätig, mit starken Bilanzen und hoher Liquidität. 
Nachfrage nach Wasser wird es immer geben, das macht Wasserunternehmen zu einer zeitlosen Wachstumsstory. 

 

3. Richtige Bewertung bietet Chancen

Zur Wachstumsstory von Wasser müssen wir aber noch etwas sagen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist traditionell höher als das des breiten Markts. Diese Prämie ist gerechtfertigt, wenn ein höheres Wirtschaftswachstum zu erwarten ist. Seit der Corona-Krise ist diese Prämie jedoch verschwunden.  Die Erholung der Wirtschaft und die staatlichen Investitionen in neue Infrastrukturen sind für die Wasserunternehmen bereits positiv.

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Akustische Überwachung hilft, teure Rohrlecks und Wasserverluste in Rohrsystemen aufzuspüren. Spezialgeräte lauschen nachts nach „Leckgeräuschen“ oder Vibrationen. Die akustischen Monitore kommen meist zusammen mit intelligenten Zählern zum Einsatz. Die Daten werden gesammelt, weitergeleitet und analysiert. Auf diese Weise lässt sich der Ort eines Lecks leicht bestimmen, wodurch Reparaturen schneller und effizienter durchgeführt werden können.

 

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Redaktionsschluss :  24  November 2021

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