Mehr Gegenwind für Investoren?
Vor einem Jahr, rund um den "Tag der Befreiung", genügte ein Wort, um die Märkte nervös zu machen: Handelszölle. Heute taucht dieses Wort wieder auf. Diesmal droht Trump erneut. Manchmal sogar mit einem Aufschlag von 50 %. Ist das nur eine weitere Schlagzeile? Oder könnte dies zur realen Politik werden, mit noch mehr Gegenwind für die Anleger? Mark Van Assche, account manager Private Banking und Wealth Office, spricht darüber mit Mailee Hovsepian, Kundenbetreuer bei KBC Asset Management.
30/04/2026
Was ist auf den Finanzmärkten passiert?
Wie reagieren die Anleger darauf?
Starkes Gewinnwachstum bei Finanz- und Technologiewerte
- Die Berichtssaison bleibt stark, insbesondere mit starkem Gewinnwachstum bei Finanz- und Technologieunternehmen.
- Die Unklarheit über die Dauer und Intensität des Konfliktes im Nahen Osten belastet die Stimmung der Anleger. Es besteht die Hoffnung, dass bald ein positives (wenn auch etwas langsameres) Wachstum erreicht werden kann, wobei umfangreiche Investitionen in KI das Gewinnwachstum ankurbeln werden.
- Die Anleger fragen sich, wie hoch die Energiepreise im Zuge des Iran-Konflikts steigen werden. Teure Energie schlägt sich schließlich in der Inflation nieder. Dies erklärt den allmählichen Anstieg des Marktzinses für Anleihen.
- Der Krieg mit dem Iran hat in den letzten Wochen verstärkt zu Schwankungen an den Aktienmärkten geführt, aber insgesamt war die Reaktion mäßig.
Was ist in der Welt passiert?
Trotz der Hoffnung auf ein schnelles Ende des Iran-Konflikts bleiben die Risiken bestehen
- Obwohl ein vorübergehender Waffenstillstand erklärt wurde, stellt der Krieg mit dem Iran nach wie vor ein erhebliches Risiko für die Weltwirtschaft dar, sollte die Energieversorgung über einen längeren Zeitraum unterbrochen bleiben.
- Mit dem Anstieg der Rohölpreise verlangsamen sich die Wachstumserwartungen sowohl für die amerikanische als auch für die europäische Wirtschaft. Die Rohölpreise hängen von den neuesten Nachrichten über den Konflikt ab.
- In den USA dürfte die „Big Beautiful Bill“ einen begrenzten Wachstumsschub bewirken. In der Eurozone werden die angekündigten Investitionen in Verteidigung und Infrastruktur allmählich konkreter. China unterstützt seine schwächelnde Wirtschaft weiterhin regelmäßig.
- Die EZB und die Fed halten ihre Leitzinsen derzeit stabil. Für das Jahr 2026 ist eine Leitzinssenkung nicht mehr zu erwarten.
- In den letzten Monaten kamen Sorgen hinsichtlich privater Kredite, d. h. Kredite außerhalb der traditionellen Banken, auf. Das drückt zwar auf die Stimmung, dürfte aber für größere Banken keine allzu großen Auswirkungen haben.
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