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Hinter der Steckdose: clever für Ihren Verbrauch und Ihr Vermögen

Angesichts der neuerlichen Hitzewelle im Juni wird Ihnen ganz konkret bewusst, was Energie im Haushalt heutzutage bedeutet: nicht nur eine Rechnung, sondern auch Komfort. Wie sorgt man dafür, dass die Wohnung angenehm kühl bleibt, wenn es draußen sommerlich warm ist? Wie lassen sich Verbrauchspitzen zu ungünstigen Zeitpunkten vermeiden? Und was macht man mit Strom, den man tagsüber erzeugt, aber erst später benötigt? Die Lösung liegt in Wohnungen mit geringerem Energieverbrauch, Anlagen, die gezielter gesteuert werden, und Technologien, die immer besser aufeinander abgestimmt sind. 

Anthony Sandra, Experte für Themen der nachhaltigen Entwicklung und Portfoliomanager bei KBC Asset Management, erläutert, wie Sie als Verbraucher und als Anleger das Potenzial Ihres Stroms optimal ausschöpfen können.

Bei Strom geht es längst nicht mehr einfach nur um das Verbrauchen und Bezahlen. Vielmehr dreht es sich zunehmend um intelligentes Steuern, Verteilen und vorausschauendes Handeln.

Anthony Sandra, Experte für Themen der nachhaltigen Entwicklung und Portfoliomanager bei KBC Asset Management

Strom betrifft heute weit mehr als nur Ihre Rechnung. Man heizt anders, man kühlt anders, fährt vielleicht ein Elektroauto und erzeugt möglicherweise selbst Strom mit Solarmodulen. Der eigentliche Gewinn liegt daher nicht nur darin, wie viel Energie man verbraucht, sondern vor allem darin, wie bewusst man damit umgeht. Das beginnt bei Ihrem Haus, erstreckt sich über die Geräte im Haus und endet bei der Software, die mitbestimmt, wann Sie Strom am besten verbrauchen, speichern oder ins Netz zurückspeisen. Wer dies durchdacht angeht, profitiert in mehrfacher Hinsicht: mehr Komfort, mehr Kontrolle und möglicherweise eine niedrigere Stromrechnung. 

Erster Stromkreis: Ihr Haushalt verbraucht weniger

Die beste Energie ist immer noch die Energie, die man nicht verbrauchen muss. Deshalb beginnt ein zukunftsorientiertes Zuhause nicht mit einer Batterie oder einer App, sondern mit den Grundlagen: Dämmung, Sonnenschutz, Belüftung und einem Haus, das im Sommer die Wärme draußen hält und im Winter drinnen. Gerade in heißen Perioden spüren Sie das sofort: In Ihrer Wohnung bleibt es länger angenehm, ohne dass eine aktive Kühlung eingesetzt werden muss. 

Das mag weniger spektakulär erscheinen als neue Technologien, ist aber die Grundlage für alles, was folgt. Je besser Ihr Haus Wärme und Kälte selbst reguliert, desto weniger müssen Sie später mit Geräten ausgleichen. Der erste Vorteil liegt also nicht in mehr Technologie, sondern in einem Haus, das weniger Energie benötigt. 

Mithilfe eines P1-Messgeräts, das Sie an den P1-Anschluss Ihres digitalen Stromzählers anschließen können, erhalten Sie in Kombination mit intelligenten Steckdosen einen guten Überblick über Ihren Stromverbrauch. Diese Einsicht ist notwendig, um zu wissen, wo Sie Anpassungen vornehmen müssen, um Ihre Stromrechnung senken zu können. 

Zweiter Stromkreis: Ihre Systeme nutzen den Strom effizienter

Hier kommen Wärmepumpen und andere elektrische Anlagen ins Spiel. Sie gelten oft als effizientere Alternative zur klassischen Heizung, leisten mittlerweile jedoch weitaus mehr. Manche Systeme können nicht nur heizen, sondern auch aktiv oder passiv kühlen. Vor allem geothermische Lösungen zeigen, wie weit dies gehen kann: Sie nutzen die relativ konstante Temperatur des Bodens, um mit geringem zusätzlichem Energieverbrauch zu einem stabileren Raumklima beizutragen. Über einen Wärmetauscher können Sie die im Winter im Boden gespeicherte Kälte nutzen, um Ihr Zuhause im Sommer zu kühlen. Im Sommer erwärmt sich der Boden und speichert diese Wärme lange. Diese können Sie im Winter wiederverwenden, um Ihre Wohnung zu heizen. 

Doch auch das reicht nicht immer aus. Eine Wärmepumpe, eine Klimaanlage oder ein Lüftungssystem mag zwar technisch effizient sein, ist aber deshalb noch nicht unbedingt optimal. Wenn Geräte unabhängig voneinander laufen, verbrauchen Sie vielleicht weniger Energie, aber immer noch zur falschen Zeit. Daher liegt der nächste Schritt in der Art und Weise, wie diese Technologien zusammenwirken.

Man denke beispielsweise an Klimaanlagen, die abends zur Schlafenszeit großflächig eingeschaltet werden. Das kann zu einer „Kühlkraftkrise“ bzw. einer Stromspitze führen, da zu diesem Zeitpunkt weniger Solarenergie zur Verfügung steht. In der Zwischenzeit läuft auch der sonstige Stromverbrauch weiter. Dies verursacht einen Energieengpass und damit einen Anstieg des Strompreises.

Wenn Sie die Klimaanlage bereits tagsüber einschalten, vermeiden Sie, dass sich Ihre Wohnung aufheizt, sodass Sie abends weniger nachregeln müssen. Falls Sie auch über Solarmodule verfügen, können Sie den überschüssigen Strom zur Kühlung nutzen und so Energiekosten sparen. 

Dritter Stromkreis: Intelligent verbrauchen, speichern und verteilen

Mit einem digitalen Zähler, einer Hausbatterie, einem intelligenten Wechselrichter oder einer Energiemanagement-Software können Sie Ihren Stromverbrauch aktiver steuern. Insbesondere wenn Sie über Solarmodule verfügen, ändert sich die Herangehensweise. Dann geht es nicht mehr nur darum, so viel Strom wie möglich zu erzeugen, sondern vor allem darum, diesen Strom zielgerichtet einzusetzen. Strom, den Sie tagsüber erzeugen und sofort ins Netz zurückspeisen, bietet nicht immer den größten Mehrwert. Interessanter wird es, wenn Sie diesen Strom auf Ihren eigenen Verbrauch abstimmen, vorübergehend speichern oder zu Zeiten nutzen, zu denen Sie sonst Strom aus dem Netz beziehen müssten.

Ein einzelnes intelligentes Gerät allein bewirkt noch keinen Unterschied. Entscheidend ist vielmehr ein Haushalt, in dem Geräte, Speicherkapazitäten und Steuerung aufeinander abgestimmt sind.

Anthony Sandra, Experte für Themen der nachhaltigen Entwicklung und Portfoliomanager bei KBC Asset Management

Auch hier liegt der größte Nutzen nicht in einem einzelnen Gerät, sondern in Systemen, die miteinander interagieren. So wie Ihre Ladestation, die wartet, bis die Spitzenlast vorbei ist. So wie Ihre Waschmaschine, die nicht gleichzeitig mit anderen Geräten mit hohem Stromverbrauch läuft. So wie Ihre Batterie, die kurz einspringt, um eine viertelstündige Spitzenlast auszugleichen. In Flandern spielt dies aufgrund des Kapazitätstarifs eine besondere Rolle, bei dem nicht nur Ihr Gesamtstromverbrauch, sondern auch Ihre Spitzenlasten berücksichtigt werden. Durch eine gezielte Steuerung lassen sich einzelne Geräte zu einem energieeffizienten Ganzen verbinden. 

Was das konkret für Ihr Zuhause bedeutet

Für Sie als Nutzer wird dieser Vorteil ganz konkret. Eine Wohnung, die besser vor Wärme und Kälte geschützt ist, bietet ein angenehmeres Wohnklima. Eine Wohnung, deren Stromverbrauch besser verteilt wird, kann Spitzenlasten besser auffangen. Und wer seinen eigenen Energiefluss besser auf seinen Rhythmus abstimmt, gewinnt mehr Kontrolle über etwas, das früher weitgehend unsichtbar war. Strom wird dann nicht nur zu einer Sache, die kommt und wieder verschwindet, sondern zu etwas, mit dem man bewusster umgeht. 

Nicht jede Technologie ist automatisch die richtige Wahl für jede Familie. Vieles hängt von Ihrem Haus, Ihrem Energieprofil und davon ab, inwieweit die Systeme gut aufeinander abgestimmt sind. Die Richtung ist jedoch klar: Je mehr unsere Energiewelt elektrifiziert, digitalisiert und dynamischer wird, desto größer wird auch der Wert der Flexibilität. Genau aus diesem Grund geht es hier um mehr als nur um rein technische Aspekte des Wohnens. 

Rund um Ihr Zuhause wächst ein breiteres Umfeld

Was Sie zu Hause an Komfort, Kontrolle und Einsparungen bei Ihren Energiekosten gewinnen, ist Teil einer viel umfassenderen Entwicklung hin zu einem intelligenteren und widerstandsfähigeren Energiesystem.

Anthony Sandra, Experte für Themen der nachhaltigen Entwicklung und Portfoliomanager bei KBC Asset Management

Wer über die Anwendungen im eigenen Zuhause hinausblickt, erkennt mehr als nur die Summe einzelner Produkte. Rund um Ihr Zuhause entsteht ein ganzes Ökosystem aus Unternehmen und Innovationen, von Dämmstoffen, Sonnenschutz und Wärmepumpen bis hin zu Solaranlagen für Privathaushalte, Batterien, Ladelösungen, intelligenten Netzwerken und Software, die Angebot und Nachfrage besser aufeinander abstimmt. So wird die Energiewende im Rahmen thematischer und verantwortungsvoller Geldanlagen häufig betrachtet: nicht als eine einzige Technologie oder Nische, sondern als ein breiteres Spektrum an Lösungen, die gemeinsam den Wandel ermöglichen. 

Das macht dieses Thema auch für Ihre Geldanlagen relevant, wobei es jedoch wichtig bleibt, Marktschwankungen und Unsicherheiten zu berücksichtigen. Dabei geht es nicht darum, dass jedes einzelne Unternehmen automatisch eine Chance darstellt, sondern darum, dass man dadurch besser erkennen kann, wo strukturelle Veränderungen heute tatsächlich Gestalt annehmen. Im Rahmen eines aktiv verwalteten, verantwortungsvollen und thematischen Konzepts lässt sich dieses Engagement zudem über verschiedene Bereiche hinweg aufbauen: von Energieeffizienz und Digitalisierung bis hin zu alternativen Energien und Anwendungen für den privaten Bereich, ohne dass Sie als Anleger jeden Teiltrend einzeln verfolgen müssen. Für Sie als Stromverbraucher liegt der Nutzen in Komfort, Kontrolle und einem bewussteren Energieverbrauch. Und in einer niedrigeren Energierechnung. Als Anleger gewinnen Sie eine zusätzliche Perspektive, nämlich die Erkenntnis, dass sich hinter der Steckdose eine umfassendere wirtschaftliche Entwicklung verbirgt, in der Technologie, Effizienz und Energieunabhängigkeit immer enger miteinander verflochten sind. 

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Dieses Dokument ist eine Veröffentlichung der KBC Asset Management AG (KBC AM). Die Informationen und angegebenen Zahlen stellen eine Momentaufnahme dar und können sich ohne vorherige Ankündigung ändern. Die Informationen bieten keine Garantie für die Zukunft. Die Informationen dürfen weder als Anlageberatung noch als Anlageempfehlung verstanden werden. Dieses Dokument darf nicht – auch nicht teilweise – ohne die vorherige ausdrückliche und schriftliche Zustimmung der KBC AM reproduziert werden. Diese Informationen unterliegen belgischem Recht und der ausschließlichen Gerichtsbarkeit der belgischen Gerichte.