Eine gute Anlagestrategie schafft Perspektiven

Lesen Sie, wie unsere Anlagestrategie auf die Entwicklungen in der Wirtschafts- und Finanzwelt abgestimmt wird.

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Künstliche Intelligenz und Magnificent 7: eine tickende Zeitbombe für Investoren?

Künstliche Intelligenz und die Magnificent 7 - die sieben größten Technologieunternehmen der Welt - sind wieder da. Und wenn Sie genau hinsehen, werden Sie feststellen, dass die Liste immer länger wird. Warum sind sie so dominant? Und was sind die Chancen, aber auch die Risiken für Anleger? Mark Van Assche, Account Manager Private Banking und Wealth Office, spricht darüber mit Heng-Ta Quach, Portfoliomanager bei KBC Asset Management. 

29/10/2025

Was in der Welt geschieht und die Folgen für die Finanzmärkte?

27-11-2025

Wirtschaft

  • Das nachlassende Beschäftigungswachstum und die schrumpfenden Sparüberschüsse sowie die wegen der gestiegenen Einfuhrzölle weiterhin hohe Inflation belasten die Kaufkraft der US-Verbraucher. Unsere Ökonomen rechnen nicht mit einer Rezession und heben die Wachstumsaussichten für 2025 und 2026 sogar leicht an. Das Wachstum steigt jedoch geringer als in den letzten Jahren. Wir sprechen also immer noch von einer Wachstumsverlangsamung. 
  • Für Europa erwarten unsere Ökonomen nach wie vor ein niedriges Wirtschaftswachstum.

Rohstoffpreise und Inflation

  • Da die Energiepreise unter Kontrolle sind und das Lohnwachstum zurückgeht, sinken die Inflationsraten fast überall weiter. 
  • In der Eurozone befinden sie sich bereits in der „Komfortzone“ der Zentralbanker. In den USA bleibt die Kerninflation jedoch etwas höher, und die steigenden Einfuhrzölle wirken sich auf die Absatzpreise aus. 
  • Nachdem verschiedene wichtige Handelsabkommen abgeschlossen wurden, wird der neue durchschnittliche Einfuhrzoll auf 16-17% geschätzt (gegenüber 2,5% vor Trump II). 
  • Es wird erwartet, dass sich diese Zölle in den kommenden Monaten allmählich auf die Einzelhandelspreise auswirken werden, wodurch die Inflation noch einige Monate über dem Ziel der Federal Reserve bleiben wird.

Haushalts- und Geldpolitik

  • Das Haushaltsgesetz „Big Beautiful Bill“, mit dem hauptsächlich die auslaufenden Steuersenkungen aus Trumps vorheriger Amtszeit verlängert werden, stellt einen beschränkten Wachstums-Impuls in Aussicht. In der Zwischenzeit ist der Shutdown der US-Regierung vorerst aufgehoben worden.
  • China unterstützt seine schwächelnde Wirtschaft weiterhin regelmäßig durch neue Fördermaßnahmen. In der Eurozone werden die angekündigten umfangreichen Investitionen in Verteidigung und Infrastruktur allmählich konkreter, auch wenn sich dies vor allem in den Jahren 2026 und 2027 auswirken wird.
  • Die EZB hielt den Einlagensatz im September konstant bei 2% und machte weitere Schritte von den Wirtschaftsdaten abhängig. Unsere Ökonomen rechnen nicht mit einer weiteren Zinssenkung im nächsten Jahr. 
  • Da kaum Wirtschaftsdaten veröffentlicht werden, konzentriert sich der Markt auf die Kommentare der Fed-Gouverneure. Im Moment scheint der Markt von einer weiteren Zinssenkung überzeugt zu sein, was unserem Szenario entspricht.

Anleihenmärkte

  • Trotz des schwächeren Wachstums, der sinkenden Inflation und zurückgehenden Leitzinsen bleiben die Anleihezinsen sowohl in den USA als auch in Europa auf einem etwas höheren Niveau.
  • Die fiskalische Wende der neuen deutschen Regierung, die die Schuldenbremse löst und einen großzügigen Haushalt für Konjunkturmaßnahmen und Verteidigungsausgaben bereitstellt, erklärt wiederum die höheren Zinsen in Europa.
  • Aufgrund der - erneut - instabilen politischen Lage in Frankreich stiegen auch dort die Marktzinsen etwas weiter an.
  • In den letzten Wochen konnte sich der Zins jedoch normalisieren und etwas stabilisieren.

 

Aktienmärkte

  • Die Aktienmärkte kletterten in den letzten Wochen erneut auf historische Höchststände.
  •  Die Besorgnis über KI und Investitionen in KI wechselt sich ab mit neuer Hoffnung auf Zinssenkungen. 
  • Die Berichtssaison neigt sich dem Ende zu und im Allgemeinen wurde starke Ergebnisse präsentiert. Bei den großen Tech-Unternehmen dreht sich alles weiterhin um KI und die damit verbundenen Investitionen. Die Anleger stehen dem mit gemischten Gefühlen gegenüber. 

Risiken

  • Der Konflikt im Nahen Osten ist in den letzten Wochen an den Finanzmärkten etwas in den Hintergrund getreten, aber es ist nicht auszuschließen, dass er wieder aufflammt. 
  • In der Ukraine besteht anscheinend Aussicht auf eine Einigung. Die Besorgnis über die private Kreditvergabe nach einigen Konkursfällen ist nicht weg, aber im Moment machen sich die Märkte über diese Entwicklungen weniger Gedanken. Die Stimmung kann sich jedoch schnell ändern.

Die Aktienmärkte bleiben volatil, ebenso wie die Erwartungen zur Zinsentscheidung der Fed

Siegfried Top, Senior Strategist bei KBC Asset Management

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