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Negative Einspeisevergütung: ein Nachteil ... oder doch eine Chance?

Immer häufiger ist in den Nachrichten von negativen Strompreisen die Rede. Das merken vor allem diejenigen, die Solarmodule ohne Hausbatterie haben. Das klingt schlecht, muss es aber nicht sein. Diese Entwicklung zeigt vor allem, dass sich der Energiemarkt verändert. Und wer sich geschickt anpasst, kann sogar profitieren.

Zur Erklärung: negative Einspeisevergütung

Es gibt Zeiten, in denen mehr Strom zur Verfügung steht als verbraucht wird, man denke nur an sonnige Frühlingstage mit viel Wind. Das Netz ist dann gesättigt. Die Folge? Sie müssen für die Einspeisung Ihres überschüssigen Solarstroms ins Netz bezahlen. Man spricht dann von einer negativen Einspeisevergütung. Vor allem Haushalte mit einem dynamischen Energievertrag merken das sofort, aber auch konventionelle Verträge sind zunehmend von solchen Preisschwankungen betroffen. Im Jahr 2024 fielen die Strompreise in Belgien häufiger als je zuvor unter null – vor allem nachmittags und am Wochenende.

Woher kommen auf einmal die negativen Strompreise?

Die Solarstromerzeugung ist auf dem Vormarsch. Immer mehr Dächer sind mit Solarmodulen bestückt, und an klaren Tagen mit viel Wind läuft auch die Windenergie auf Hochtouren. Das führt zu einem Überangebot an Strom, gerade dann, wenn wir ihn am wenigsten brauchen. Denn während die Sonne um die Mittagszeit am stärksten strahlt, erreichen wir unseren Spitzenverbrauch morgens und abends. Das Ergebnis? Das Netz wird gesättigt und die Strompreise fallen, manchmal sogar unter null.

Hinzu kommt, dass der Energiemarkt noch nicht flexibel genug ist, um diese Spitzen zu bewältigen. Speichersysteme sind noch nicht weit verbreitet, und es wird immer schwieriger, Angebot und Nachfrage aufeinander abzustimmen. Nach Angaben der flämischen Regulierungsbehörde war im vergangenen Jahr gar ein Fünftel des Solarstroms im Netz wertlos. Dies mag besorgniserregend erscheinen, zeigt aber vor allem, dass es an der Zeit ist, effizienter mit unserer Energie umzugehen.

Was bedeutet das für Ihre Solarmodule?

Zunächst einmal: Keine Panik, Solarmodule sind nach wie vor eine sinnvolle Anschaffung. Auch im Jahr 2024 ermöglichten sie noch immer beachtliche Einsparungen. Ein Haushalt erzielte durch den Eigenverbrauch durchschnittlich 372 Euro und erhielt darüber hinaus im Mittel weitere 75 Euro für den ins Netz eingespeisten Strom. Die Investition zahlt sich also weiterhin aus, vor allem wenn Sie Ihren Verbrauch an Ihre Produktion anpassen.

Dennoch ist es gut, wachsam zu bleiben. Etwa 500 flämische Haushalte mit variablen Verträgen mussten im vergangenen Jahr für die Einspeisung ihres Stroms in das Netz bezahlen. In einigen Fällen summierte sich das auf einen Jahresbetrag von bis zu 90 Euro. Was dabei auffällt: Viele Menschen kennen den genauen Inhalt ihres Einspeisevertrags nicht. Mangelnde Transparenz sorgt für Überraschungen bei den Energierechnungen. Es ist also an der Zeit, Ihren Vertrag einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Wie geht man geschickt mit negativen Einspeisevergütungen um?

  1. Verbrauchen, wenn die Sonne scheint. Schalten Sie Waschmaschine, Geschirrspüler oder Ladestation zu dem Zeitpunkt ein, zu dem Ihre Solarmodule die höchste Leistung erbringen. Auf diese Weise nutzen Sie Ihren eigenen Strom optimal und vermeiden, dass er bei negativen Preisen ins Netz eingespeist wird. Schon kleine Änderungen in Ihrer täglichen Routine können einen großen Unterschied bedeuten.
  2. Erwägen Sie die Anschaffung einer Hausbatterie. Eine Hausbatterie speichert den produzierten überschüssigen Strom für den späteren Gebrauch, zum Beispiel am Abend oder an weniger sonnigen Tagen. Sie erhöhen Ihre Unabhängigkeit vom Stromnetz und vermeiden Einspeisekosten. Darüber hinaus haben Sie mehr Kontrolle über Ihren Verbrauch und nutzen Ihre Anlage optimal.
  3. Verwenden Sie ein Energiemanagementsystem. Ein solches System stimmt Ihren Verbrauch automatisch auf Ihre Produktion und die aktuellen Stromtarife ab. Sie brauchen nichts selbst zu planen: Das System sorgt dafür, dass Ihre Geräte zur richtigen Zeit laufen. 
  4. Prüfen Sie Ihren Energievertrag. Ist Ihnen bewusst, was Ihr Einspeisevertrag beinhaltet? Nutzen Sie Tools wie den V-Test oder scannen Sie den QR-Code auf Ihrer Rechnung, um herauszufinden, ob Ihr Vertrag noch günstig ist. Einige Anbieter bieten sogar kostenlosen Strom zu Spitzenzeiten oder Happy Hours an Ladestationen an. Eine kleine Überprüfung kann Überraschendes zutage fördern.

Abschalten der Solarmodule bei negativen Preisen: klug oder sinnlos?

Es gibt moderne Wechselrichter, die die Solarmodule automatisch abschalten, wenn der Strompreis unter null fällt. Das klingt logisch: Sie vermeiden Kosten, indem Sie keinen Strom ins Netz einspeisen. Aber Vorsicht, das ist nicht immer der beste Weg. Haben Sie noch Anspruch auf Zertifikate für grünen Strom? Dann erhalten Sie bis zu 450 Euro pro erzeugter Megawattstunde, unabhängig davon, ob Sie den Strom selbst verbrauchen oder einspeisen. In diesem Fall lohnt es sich oft mehr, einfach weiter zu produzieren, selbst bei negativen Einspeisevergütungen. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, dass Sie gut über die Funktionsweise Ihrer Anlage und die Vertragsbedingungen informiert sind, bevor Sie sich für eine Stilllegung Ihrer Solarmodule entscheiden.

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